Story

1986 - 2001 - DIE ART wurde 1986 aus ihrer Vorgängerband DIE ZUCHT gegründet.

Von 1986 bis 1989 bestand die Band im Wesentlichen aus:

MAKARIOS (VOC)
Chr. HEINEMANN (BASS)
T. GUMPRECHT (GUITAR)
T. STEPHAN (DRUMS)

Musikalisch hatte DIE ART ihre Wurzeln im Punk bzw. Post-Punk der frühen achtziger Jahre, war aber stets bestrebt, das enge stilistische Korsett zu sprengen. Bezeichnungen wie Punk, Post-Punk, Dark-Wave oder Gitarrenpop trafen immer nur teilweise zu, denn DIE ART war vor allem eine eigenständige und unverwechselbare Band.
Zwischen 1987 und 1989 produzierte DIE ART vier Tapes, welche reißenden Absatz fanden. Das 1989er Tape "DRY" avancierte zum meistverkauften Underground-Tape der DDR. Mitte 1989 verließ Thomas Stephan die Band. Von 1989 bis 1991 bestand die Band nunmehr aus:
MAKARIOS (VOC)
Chr. HEINEMANN (BASS)
T. GUMPRECHT (GUITAR)
D. SCHOLZ (DRUMS)
Mit den politischen Veränderungen 1989/1990 entfielen auch die Restriktionen gegen DIE ART, so daß die Band fortan kontinuierlich Plattenproduktionen absolvieren konnte. Das 1990er Album "FEAR" vereinte dann auch die Kultsongs ihrer Kassettenjahre.
DIE ART wurde zunehmend selbst zu einer Kultband (ein Zustand, welcher bis in die Gegenwart anhält) und kehrte 1991 zu ihrer Ursprungsformation zurück. Das Line-UP 1991 -1999 war wiederum:
MAKARIOS (VOC)
Chr. HEINEMANN (BASS)
T. GUMPRECHT (GUITAR)
T. STEPHAN (DRUMS)
1999 trennte sich DIE ART von Christoph Heinemann und spielte
im Jahre 2000 in der Besetzung
MAKARIOS (VOC)
T. GUMPRECHT (GUITAR)
T. STEPHAN (DRUMS)
Chr. SCHIERWAGEN (BASS)
ihr letztes Studioalbum ein. Mit
K. HOFFMANN (Bass)
erfolgte im September 2001 ein letzter Wechsel am Bass und im Bandgefüge. Nach ihrer Abschiedstour löste sich die Band am 22.12.2001 auf.

II. Geschichte im Detail (1986)

Um DIE ART gerecht zu beschreiben, muß man ihre Vorgängerband DIE ZUCHT, welche 1984 und 1985 bestand, mit in die Historie einbeziehen. DIE ZUCHT entstand im tristen Februar 1984 in Leipzig und ihr vorrangiges Anliegen war, den allgegenwärtigen Ostrock-Bands zu entkommen, indem man sich die "verpönte" Musik, also Punk-Rock und New Wave selbst machte. Der musikalische Input aus dem Westen floß spärlich und teuer (100,- Ostmark für eine LP waren normal) und richtige Punk- oder New Wave-Bands mußte man 1984 im Osten noch mit der Lupe suchen. Hinzu kam der Reiz, etwas außergewöhnliches zu machen, sich dem bestehenden Kulturbetrieb zu entziehen und ihn möglicherweise zu unterwandern. Die Zeit war reif, der seichten Einheitsmonotonie etwas Aufregendes entgegenzusetzen.
Alle Bandmitglieder waren pure Autodidakten und es wäre auch ein Witz gewesen, sich einer Musikschule anzuvertrauen.
So starteten
THOMAS STEPHAN (DRUMS)
ANDRE FRIEDRICH (GITARRE)
TILO HARTIG (GITARRE)
MAKARIOS (VOCAL) und
JAN HOHMANN (BASS)
DIE ZUCHT und man traf sich nach theoretischer Bandgründung tatsächlich zu einer ersten Probe. Bedauerlicherweise fiel gleich zur ersten Probe Bassist Jan aus, da ihn die Staatsmacht aus dem Verkehr gezogen hatte. Um das Projekt zu retten übernahm Tilo Hartig die Bassgitarre und brachte wenig später einen Keyboarder mit in die Band
HARALD MARTIN (KEY) besaß eine alte Orgel, längst verschlissen wie das gesamte Equipment der Band. Dennoch braute man aus Vorbildern und Vorlieben wie Fehlfarben, Joy Division, DAF (um nur einige zu nennen) eine Art Punk-Rock, die schnell ein Publikum fand und neben den ebenfalls Leipziger Wutanfall nun die städtische Underground-Szene beschallte.
Daß DIE ZUCHT überlebte und später zu DIE ART wurde, ist nicht im geringsten selbstverständlich, da die mit der ersten Probe beginnende Fluktuation anhielt. Zuerst verließ Tilo Hartig nach wenigen Auftritten die Band (heiratete nach England aus), ihm folgte wenig später Harald Martin (Ausreise in den Westen). Ersetzt wurden beide durch
CHRISTOPH HEINEMANN (BASS) und
KONRAD KATSCHINGA (SAXOPHON)
1985 wagte man das Abenteuer "Einstufung", was zur Erklärung einer eigenen Rubrik bedürfte. Die staatliche Kulturkommission, welche diese Einstufung vornahm, stieß sich am Bandnamen und drohte bei Beibehaltung mit der "schwarzen Liste" (wörtlich), was zu Auftrittsverbot und ähnlich bekannten Repressionen führen würde. Gegen Ende des Jahres, der von Tom Stephan erfundene Name DIE ART war als Ersatz schon im Gespräch, kam es erneut zu einem Wechsel, da die Nationale Volksarmee Gitarrist Andre Friedrich schluckte. Mit dem Eintritt von
THOMAS GUMPRECHT (GITARRE)
in die Band, kam auch das Wechseln im Line Up zur Ruhe und der Namenswechsel wurde vollzogen. Somit hieß DIE ZUCHT ab 1986
DIE ART und war durch die vielen Wechsel ja tatsächlich eine neue Band. Das Line Up bestand, nachdem Mitte 1986 der Saxophonist ebenfalls noch wegfiel, nun "endgültig" aus
MAKARIOS (GESANG)
CHRISTOPH HEINEMANN (BASS)
THOMAS STEPHAN (DRUMS)
THOMAS GUMPRECHT (GITARRE)
Es dauerte einige Zeit, bis die neue Band als DIE ZUCHT-Nachfolger erkannt wurde, doch Ende 1986 war dieser Prozeß abgeschlossen.
DIE ART begann, dank Berliner Management, mehr und mehr überregional aufzutreten und gehörte recht rasch zu den bekanntesten der DDR-Underground-Bands. 

III. Geschichte im Detail (1987 - 1989)

Eng verknüpft sich der Aufstieg von DIE ART aus den Kellern der Musikpyramide mit der Existenz des Jugendsenders DT64, einer unverschämt frischen und heute gar undenkbaren Radioanstalt, welche mit der Sendung Pa-Rock-Tikum tatsächlich Wegbereiter der neuen Musik im Osten war.

Irgendwann im Frühjahr 1987 lief das Die Art - Stück "Chrome", der Gerechtigkeihalber muß man sagen, eine Coverversion mit eigenem Text, in der Sendung und löste damit einen gewaltigen Popularitätsschub aus. DIE ART hatte mit
ANDY SEYFFERT (KEY) ein fünftes Bandmitglied bekommen, welches auf dem Tape Would You Mind Us Lookin For? (1987) seine Spuren hinterlassen hat. Die Keyboard-Ehe währte nicht lange (wie auch alle folgenden Beziehungen zu "fünften" Musikern) und schon auf der Ende des Jahres stattfindenden Pa-Rock-Tikum Session II war DIE ART wieder ein Quartett. Diese Session gilt als legendär, obwohl die Band alles andere als einen perfekten Set ablieferte. Das Ergebnis wurde jedoch mehrfach im Radio gesendet und mündete schließlich in die erste offizielle Veröffentlichung der Band mit dem Song "Sie Sagte" auf der ebenfalls legendären Pa-Rock-Tikum-Compilation. Es sollte die einzige VÖ von DIE ART in der Vorwende-DDR bleiben.
Die Tatsache der Unmöglichkeit ein eigenes Album zu produzieren, führte dazu, daß DIE ART das so gut wie unkontrollierbare Medium Kassette nutzte um die eigene Musik zu verbreiten. Besagte Session fand sich konsequenterweise auch als II. Tape der Band wieder, unter dem Namen Just Another Hit. Sowohl von erster, als auch von zweiter Kassette kopierte DIE ART in Hand- Heim- und Schwarzarbeit gut 500 Exemplare, welche auf Konzerten verkauft wurden. Illegal wohlgemerkt, aber genausowenig zu stoppen. Die Konzerthäufigkeit nahm zu, die größe der Konzerte, was die Besucherzahlen anbelangt, ebenfalls.
Höhepunkt dieser Entwicklung war der Auftritt zum letzten FDJ-Pfingsttreffen 1989 vor rund 10.000 rasenden Zuschauern. Umstritten war der Auftritt allemal, doch DIE ART war der Überzeugung, um etwas zu ändern, muß man in die Höhle des Löwen.
Das Jahr 1989 war ohnehin ein Höhepunkt für die Band, gleichzeitig aber auch die erste ernsthafte Krise. Vom Berliner Rundfunk zu Studioaufnahmen eingeladen (10 Jahre später als The Early Broadcast Sessions auf einer 7-Inch veröffentlicht), vom Publikum geliebt, verließ Urgestein und Drummer Tom Stephan die Band und die DDR, um der drohenden Einberufung zu entgehen. Im Spätsommer 1989 ein zutiefst verständlicher Schritt. DIE ART fand nach kurzer Suche glücklicherweise in
DIRK SCHOLZ (DRUMS)
einen Ersatz, der völlig gleichwertig die vakante Position besetzte. Die Bands DIE ANDEREN und WARTBURGS FÜR WALTER, in welchen "Scholle" kurzzeitig parallel spielte, zerbrachen recht rasch (Die Gründe hierfür sind allerdings nicht bei DIE ART zu suchen), was es DIE ART leichter machte,
kontinuierlich weiterzuarbeiten. Die Band war nun zu gleichen Teilen in Leipzig und Berlin ansässig durch den gleichzeitigen Umzug von Christoph.
III.b Dry
Ein herausragendes Ereignis war 1989 das Erscheinen der III. DIE ARTKassette Dry. Das Tape wurde in kürzester Zeit zum meistverkauften Undergroundtape der DDR, ein Rekord, der durch das rasche dahinscheiden des Staates nicht mehr gebrochen werden konnte. Allein 1989 soll DIE ART ca. 1.500 Kopien (selbst)hergestellt und vertrieben haben. Zehn Jahre später erschienen die Originalaufnahmen noch einmal in einer Auflage von ca. 400(offiziell 333) Exemplaren auf CD.

IV. Geschichte im Detail (1990)

Das Jahr 1990 war in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich. Die Veränderungen beim Schallplatten-Monopolisten Amiga führten dazu, daß DIE ART zu ihrer ersten Produktion kam, ohne die noch im Jahr zuvor herrschende Zensur, welche für die Band unannehmbar war. Im Frühjahr 1990 entstand so das Album
Fear, welches im September erschien und bei aller Unerfahrenheit im Umgang
mit Studiotechnik und Produktionsabläufen ein prägendes Album wurde.
Dies gilt gleichermaßen für die Band wie die Fans, faßt doch Fear das Gefühl von Vorwendezeit und direktem Umbruch zusammen. Das was heute als Kult bezeichnet wird, hat zum großen Teil hier seinen Ursprung.
Doch nicht nur die erste Plattenproduktion macht das Jahr 1990 zu einem besonderen. Schon im Januar des Jahres war DIE ART Teil einer Kulturshow, welche Künstler unterschiedlicher Genres, die sich bisher eher im Underground bewegten, nach Paris führte. Höhepunkt war sicher der Empfang im Elysee-Palast beim damaligen französischen Ministerpräsidenten Francoise Mitterand. Ein Ereignis, welches paradoxer nicht sein kann. Fast unmittelbar darauf folgte die erste größere Tour für DIE ART, gemeinsam
mit der U.S. Band Volume Unit. Die im Juni 1990 erschienene Seven-Inch I Love You (Marian)/ Das Schiff gilt als erste eigene Schallplattenveröffentlichung der Band.
DIE ART war 1990 zweifellos schnell und überraschend auf einem Höhepunkt ihrer Bandgeschichte angelangt. Während die übergroße Mehrheit der DDR-Independent-Bands zerbrach, hatte DIE ART das Glück und die Kreativität für eine langjährige Existenz. 

V. Geschichte im Detail (1991-1993) Berliner Jahre

Schon seit 1989 verlagerte sich das Bandleben mehr und mehr nach Berlin.
Die Hälfte der Bandmitglieder wohnte hier, Management bzw. Booking-Agentur, Proberaum, Plattenfirma DSB, alles war in Berlin zu finden. Mit der Rückkehr von
Thomas Stephan (Drums)
kurz vor Produktionsbeginn zum II. Album Gold, und dem Zusammenfinden
weiterer "Exil-Leipziger" in Berlin-Weißensee, entstand dort eine Art Kolonie des Bandumfeldes.
Gold konnte trotz beginnender Ungereimtheiten in der Struktur der Plattenfirma DSB (Vertriebswechsel, Lieferengpässe) an den Erfolg von Fear anknüpfen und war die erste Produktion, bei welcher die Band Songs direkt für ein Album schrieb. Titel wie Heer Litz oder My Colour Is Black wurden Radiohits und waren langjähriger Bestandteil des Konzertprogramms.
1992 veröffentlichte Die Art nur die EP Jane Plays Guitar. Kurzzeitig war mit
Stephan Rebbelmund
ein zweiter Gitarrist im Die Art-Line UP. Gleichzeitig arbeitete die Band am Material für das III. Album. Gift, wie die 1993 im Frühjahr erschienene Produktion dann hieß, führte die Band in die zweite ernsthafte Krise. Das Album war, entgegen aller Erwartungen, sehr popig ausgefallen und ist bis zuletzt die teuerste Produktion der Band geblieben. DSB kämpfte mit der Insolvenz,die Erstauflage blieb auch die einzige, so daß die Radiopräsenz von Black Hearts verpuffte. Zudem herrschte Irritation darüber, daß Die Art live weiter knüppelhart spielte, das Album aber sehr gefällig klang. Gift geriet zum Flop, obwohl die damals herrschenden Meinungen über das Album längst korrigiert sind. Trotz aller Schwierigkeiten feierte Die Art auch in dieser Phase Erfolge, spielte erstmals in Amerika (Austin/Texas) und rettete sich mit Glück und Geschick aus der Misere um das Label DSB hin zu Rough Trade Records/Our Choice, wo die Band für lange Zeit eine Label-Heimat fand.

VI. Geschichte im Detail - (1994 - 1999)

The Rough Trade Years - Teil 1
Mit dem Wechsel zu Rough Trade erfüllte sich ein Musikertraum der frühen Punk-Zeit. Rough Trade war schlicht das Synonym für eine Plattenfirma, bei der man unbedingt sein wollte und, solange die DDR existierte, niemals den Hauch einer Chance hatte, dorthin zu gelangen.
Jetzt, dank der Wende und natürlich dank des zähen Überlebenswillens der Band, schien es völlig normal, daß es so ist, wie es ist. Es begann die längste Phase an Beständigkeit innerhalb der Band, und mit dem Album But, welches 1994 erschien, sorgte Die Art endlich wieder für positives Aufsehen. Vielen Kritikern gilt dieses Album als das beste, ausgewogenste der Band.
Rough Trade bot der Band vorzügliche Lebensbedingungen, einen deutschlandweiten Vertrieb und ein Label, welches den extravaganten Veröffentlichungsideen der Band offenstand. 1995 sorgte eine solche Idee für die endgültige Rehabilitierung der Band. Die Art hatte sich entschlossen, ihre besten deutschsprachigen Songs aus der Zeit vor 1990 auf einem sogenannten Zwischenalbum neu aufzunehmen und zu veröffentlichen. Das Ergebnis ist als Das Schiff wieder in fünfstellige Verkaufszahlen gelangt und bescherte der Band einen neuen Popularitätsschub. Das Extravagante an den Veröffentlichungen äußert sich in ungewöhnlichen Formaten und Details. So gibt es beispielweise von Das Schiff eine CD-EP in brauner Kartonverpackung mit aufgeklebter DDR-Briefmarke sowie eine 10-Inch LP. Beides sind heute gesuchte Raritäten
VI.b Das Schiff
"Das Schiff" wurde 1995 in nur 14 Tagen aufgenommen und abgemischt. Es ist die erste Die Art-CD, die in einem Leipziger Studio entstand

VI. Geschichte im Detail - (1994 - 1999)

The Rough Trade Years - Teil II
Mit dem 1996 erschienenen Album Still legte Die Art ein weiteres, komplett in deutsch getextetes Album vor. Die Tour zum Album, bzw. das Jahr 1996 überhaupt, brachte der Band den höchsten Zuschauerschnitt ihrer Geschichte ein.
Innerhalb der Band krieselte es jedoch erneut, schon die Aufnahmen zu "Still" wurden in getrennten Studiosessions (Berlin und Leipzig) beendet. Stilistisch und inhaltlich ging ein Riß durch die Band, die kreative Arbeit verlagerte sich mehr und mehr in die Hände von Gitarrist Thomas Gumprecht, welcher auch den Texten von Makarios den entsprechenden Rahmen bot. "Still" ist ein sehr lyrisches Album geworden, vor allem von denen heiß geliebt, die ein Faible für Makarios´ Gedichte haben.
Das folgende, experimentelle Album Adnama (1997) fiel dann schon in eine Zeit, da sich ein Wandel bei Rough Trade abzeichnete. Die Fusion mit bzw. der Verkauf an Zomba führten schließlich zum Erlöschen des Labels Our Choice. 1998 nahm Die Art das letzte aus dem Vertrag mit Rough Trade datierende Album auf.
Mellow Versions zeigte die Band von einer bisher unbekannten Seite. Die Art spielte ihre Hits in unplugged-ähnlichen Versionen ein und ging mit Hilfe von
SUSANNE THIELE (CELLO)
auf eine sehr schöne Club-Tournee. Diese konnte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, daß das "innerbetriebliche" Verhältnis entscheidend gestört war, so daß sich die Band kurz darauf von Bassist Christoph Heinemann trennen mußte.
1999 erschien noch die schon erwähnte CD-Auflage der "Dry" in Zusammenarbeit mit Rough Trade, danach erlosch auch hier der Kontakt.
Im Frühjahr 1999 endete somit eine Ära und die Band stand erstmals seit 1990 ohne Plattenvertrag da. Die Suche nach einem neuen Bassisten gestaltete sich außerordentlich schwierig und führte letztendlich zu einem pragmatischen Kompromiß.

VII. Geschichte im Detail (1999 - 2001)

Zwischen Hoffnung und Resignation
Nach dem Ausscheiden von Die Art-Bassist Christoph Heinemann suchte die Band fieberhaft nach einem gleichwertigen Ersatzmann. Die Proben mit diversen Bassisten endeten zumeist unbefriedigend, das Erbe und das doch sehr prägende Baß-Spiel von Christoph stellte ein scheinbar unlösbares Problem dar. Ca. 8 Monate war Die Art praktisch lahm gelegt, eine Situation, mit der keiner gerechnet hatte. Im Sommer 1999 veröffentlichte die Band dann einen Song auf der Rosebud Red - Compilation, einer CD, auf welcher Goethe- und Nietzsche-Texte bearbeitet wurden. Vereinsamt ist der einzige Song, welchen Die Art als Trio einspielte.
Mit dem Eintritt von Bassist
CHRISTIAN SCHIERWAGEN
ergab sich Ende 1999 die Chance, die Krise zu meistern. Die Art arbeitete an neuem Material und stellte dies im Jahre 2000 im Midas Tonstudio zur CD Last zusammen. Die gemeinsame kreative Arbeit gestaltete sich äußerst schwierig, hinzu kamen grundsätzliche Meinungsverschiedenheiten und Probleme im zwischenmenschlichen Bereich, so daß die Tour zur Platte 2000/2001 von einen tiefgreifenden Zerwürfnis überschattet wurde.
Die Band aufzulösen wurde zwar diskutiert, aber ernsthaft glaubte wohl nimand daran, denn Tour und Verkauf der CD Last liefen letztendlich doch zufriedenstellend. So war die Verkündung des Endes der Band durch Makarios doch ein Schock.
Vor allem die Probleme untereinander und insbesondere mit dem Bass-Spiel führten zu dieser Konsequenz. Schon im Frühjahr 2001 gründeten Gitarrist Thomas Gumprecht und Sänger Makarios die Band Wissmut. Die Art hatte also ihr Ende beschlossen, die dazugehörige Abschiedstour wollte man aber keinesfalls mit dem gegenwärtigen Bassisten absolvieren.
So kam es, daß Wissmut-Bassist
CONRAD HOFFMANN
in höchster Not einsprang und die Tour rettete.

VIII. Geschichte im Detail

Dezember 2001 - Abschied mit Tränen
Mit dem Einstieg von Conrad Hoffmann ergab sich eine paradoxe Situation. Die Band harmonierte wieder, doch die Tour sollte die letzte sein. Die Art klang frisch, wie in besten Zeiten und von Konzert zu Konzert spielte die Band besser. Es erschien äußerst unlogisch, eine solch gut funktionierende Band untergehen zu lassen und tatsächlich hatte das Ganze etwas von einem Suizid.
Für einen Großteil des wunderbaren Publikums brach mit dem Aus von Die Art auch eine lange gewachsene Identifikation weg, Tränen flossen ungehemmt und alle verbliebenen Die Art-Mitglieder spürten, daß nun eine ganz besondere Band zu Grabe getragen wird. So kam, was nicht kommen mußte, das letzte Konzert am 22.12.2001 in der Moritzbastei in Leipzig. Schon das Konzert am Vortag an gleicher Stätte war hoffnungslos überfüllt und Die Art hätte wohl bis Silvester weiterspielen können, es wäre immer das gleiche Bild gewesen: Ein proppevoller Saal mit zugleich glücklichem und unglücklichem Publikum. Einerseits das Glück, die Band noch einmal zu erleben, andererseits das Wissen, es ist das letzte Mal. Es war, als ob Trauerfeier und Freudenfest zugleich gefeiert würden, eine Atmosphäre, die selbst gestandenen Männern an die Nieren ging.
Die Art bannte das letzte Konzert auf eine unwahrscheinlich kraftvolle Live-CD, ein Album, welches den Abschied zwar leichter machen sollte, aber genausoviel Unverständnis hinterläßt, warum eine solche, im vollen Saft stehende Band an sich selbst zerbrechen mußte.
LastLiveSequences - Das letzte Album
Das letzte Album von Die Art.
"Ich hätte nicht gedacht, daß mich das Ende von Die Art derart fertig macht. Es war eine Katastrophe, die ich nicht noch einmal erleben möchte. Ich werde nie wieder ein Abschiedskonzert geben". (Makarios 2004)
 
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2007 - Die Geschichte geht weiter!

Losgefahren wird im Chemnitzer Südbahnhof und im selben Abteil sitzen die Fliehenden Stürme!
Seitdem besteht die Band aus:
 
MAKARIOS (VOC)
T. GUMPRECHT (GUITAR)
C. HOFFMANN (BASS)
S. LÖBERT (DRUMS)

ZIN live im Leipziger Ballroom

Durchaus rar haben sie sich in diesem Jahr gemacht, die ZIN-Touristen. Im Anschluss an ihr erfolgreiches Debut-Album "Tourists To This World" wurden zwar einige interessante Gigs gespielt; wir hätten Jungs mit der "Voll in die Fresse Attitüde" aber gern öfter "on stage" erleben wollen. Umso mehr freut es uns nun, dass am 14. November (ausgerechnet) im Leipziger McCormacks Ballroom endlich wieder fett und charismatisch serviert wird - ein Club übrigens, der mittlerweile für sein exquisites Liveprogramm weit über Deutschlands Grenzen hinaus bestens bekannt ist. Iven Cole und seine Crew werden zu diesem Datum erstmals einen Einblick gewähren, was 2009 - dem Jahr der kommenden ZIN Scheibe - musikalisch von ihnen zu erwarten sein wird.   Bereits im Ballroom werden sie überraschend Neues zu bieten haben. Die heiligen Kühe sind selbstverständlich schon zur Schlachtung zusammengetrieben worden und jedem dieser Wiederkäuer hängt auch bereits die Lunte aus dem Allerwertesten heraus ;-). Richtig angezündet wird zwar erst zur neuen ZIN Platte im nächsten Jahr aber für jeden, der zwischendurch schon mal einen richtig brachialen Muntermacher verabreicht bekommen will, ist der 14.11. im Ballroom ein absoluter Pflichtermin.

Das super Video zum super Album

No Fakes & Fears!

Mit einigem Aufwand hat die FILM-M-Crew ein ZIN-Video gezaubert. Man staunt ja immer wieder wieviel Energie es braucht um so ein cooles Stück Bewegtbild ins reale Leben zu zaubern. Produziert von Phillip Hirsch (Deutscher Kamerapreis 2006) von Oktober bis Dezember 2007. Wir rufen nochmals ein ganz großes DANKESCHÖN von dieser Stelle in die Weiten des Netzes!!! http://www.film-m.de

Tourismus im November

ZIN: Tourists To This World
VÖ: 9. November 07 in Deinem Plattenladen
Record Release Konzert: Samstag 24. November, McCormacks Ballroom Leipzig  

Es ist immer wieder richtig spannend wenn der Kurier aus dem Presswerk mit neuen CD's vorm Labelbüro aufkreuzt und die ersehnte, heiße Ware dann von uns in Ohren- und Augenschein genommen werden kann.
Diesmal war es wieder ein ganz besonderer Augenblick denn es ist ja schließlich die allererste "richtige" Veröffentlichung der vier Zinfreaks. Fast die gesamte Promotion wird diesmal glücklicherweise von Hardbeat Promotion aus Hamburg übernommen und wir sind sehr gespannt ob der ein oder andere Redakteur die ZIN-Musik auch so gut findet wie wir.

Geschafft! ZIN Debut-Album VÖ: 09.Nov.07, RR: Samstag: 24.Nov.07

  Was lange gebraucht hat, ist nun endlich auf dem Master. Das ZIN Debut-Album kommt am 9.11.07 und ist nach ein paar Verzögerungen der erwartet perfekte Kracher geworden. Wir freuen uns sehr, Euch zur Record Release Show am 24. November 07 (ACHTUNG DER RR TERMIN WURDE VOM 16.11. auf den 24.11. VERLEGT!) in den Leipziger McCormacks Ballroom einzuladen. Wer bis dahin nicht warten kann, findet darüber hinaus die Auftrittstermine im Vorfeld der Record Release Show gleich rechts auf diesen Seiten.

Das erste Album unserer Brachialpop-Hoffnung muß noch warten.

Live haben sie in den sächsischen Großstädten längst ihr Publikum gefunden und die lästige Diskussion um Placebo-nahe Gesänge mit brillianten Gigs gekonnt ihrer Überflüssigkeit entlarvt.
Doch live ist nicht alles wie wir wissen und so wartet die erfreulich wachsende Freundesschar auf das erste ZIN-Album. Wie immer in solchen Fällen sagen wir: "Es ist fast fertig". Aufnehmen, Mixen, Mastern, Verwerfen, Mixen, Verwerfen, Mixen....  So ist der bisherige Ablauf gewesen und immerhin hat das ja zur Single geführt. Die gibts in unserem Webshop und verkürzt die Wartezeit. 
 

Single!

Die Zin Single ist nun veröffentlicht und wir warten mehr oder weniger auf das Feedback. Bis jetzt sind die Reaktionen auf die Promo eigentlich ganz positiv. Der schnellste Textbeitrag dazu kommt diesmal von www.squealer-rocks.de/cdreview.php?var=540 . Ein herzliches Merci sagen die Brachialpopper! Wenn Ihr Lust habt surft doch mal auf www.myspace.com/zinworld vorbei. Die Seite entwickelt sich mehr und mehr zur guten Surfzone.

SINGLE SYMBIOSIS

Hier ist sie nun die schnieke Zin Single. Vier Titel sind drauf. Den Rest gibt es dann als Album im März 2007.   Ordern könnt Ihr das Machwerk im Webshop.  Die Post geht richtig ab wenn der "dreinulldreier" seine dicken Vibes ausspuckt und so die Band samt Publikum in Klanginfernos, irgendwo zwischen Depeche Mode und Placebo reißt. Diese Mischung ist nicht alltäglich und oder gerade deshalb dürfte es für alle Fans verdammt guter Musik ein absolutes Muss und ein Vergnügen sein, sich die Seele aus dem Leib zu tanzen oder rythmisch das Bier zu trinken.

Homebase: Brachialpop

Zin, eine neue Band, die mit ihrem einzigartigen Konglomerat aus elektronischer Coolness, aufwühlender Stimme und emotionalen Gitarren auf nichts anderes zielt, als gleichzeitig auf Herz und Beine ihres Publikums.
Zin sind poppig genug, um gedankenlos der Partylust zu frönen, tiefgründig, um ihrer Musik einfach nur zu lauschen und rockig genug, um daraus neue Kraft zu schöpfen. Sie schreiben Songs, mit klarer Struktur und hohem Wiedererkennungswert, ohne Gefahr zu laufen, sich in Beliebigkeit zu verlieren.
Zin sind extrovertiert und besitzen die gesunde Portion Narzißmus, ihre Musik als Teil des eigenen Lebens zu begreifen und zu lieben.
Zin sind Entdeckung und Hoffnung zugleich. Ihre Vorbilder reichen über Joy Division/New Order, Die Art, Sneaker Pimps bis hin zu Kraftwerk und Portishead. Ihre eigenen Bands heißen Ballentine, Loom, Donna und Lizard Pool, was spätestens jetzt dem aufmerksamen Kenner der Leipziger Musikkultur signalisiert, mit Zin ein hochgradig explosives Gemisch vorzufinden.
Inhalt abgleichen

Die Art

Samstag, 11. März 2017

Leipzig

Bandhaus
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Samstag, 1. April 2017

Eschenbach im Vogtland

Kunsthaus Eigenregie
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Freitag, 7. April 2017

Lichtentanne

St.Barbara Kirche
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Samstag, 8. April 2017

Weimar

Projekt1
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Freitag, 21. April 2017

Dresden

Club Puschkin
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Samstag, 22. April 2017

Lugau

Landei
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Mittwoch, 7. Juni 2017

Suhl

Gambrinus
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The Russian Doctors

Freitag, 24. Februar 2017

Dresden/ Weixdorf

HO Gaststätte Waldbad
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Samstag, 25. Februar 2017

Wittenberg

Irish Harp Pub
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Sonntag, 26. Februar 2017

Berlin

Volksbühne/ Roter Salon
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Freitag, 3. März 2017

Rostock

Galerie Auriga
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Sonntag, 26. März 2017

Leipzig/ Gaschwitz

Reuters Radlerhof/ Frühschoppen
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Samstag, 17. Juni 2017

Leipzig

Frau Krause/ Open Air
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Samstag, 24. Juni 2017

Dresden

Alte Feuerwache/ Elbhangfest
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Sonntag, 25. Juni 2017

Dresden

Grottenwirtschaft/ Elbhangfest
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Samstag, 5. August 2017

Pirna

Hofnacht
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Samstag, 26. August 2017

Leipzig/ Gaschwitz

Reuters Radlerhof/ Pratajev Sommerfest
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