Story

1986 - 2001 - DIE ART wurde 1986 aus ihrer Vorgängerband DIE ZUCHT gegründet.

Von 1986 bis 1989 bestand die Band im Wesentlichen aus:

MAKARIOS (VOC)
Chr. HEINEMANN (BASS)
T. GUMPRECHT (GUITAR)
T. STEPHAN (DRUMS)

Musikalisch hatte DIE ART ihre Wurzeln im Punk bzw. Post-Punk der frühen achtziger Jahre, war aber stets bestrebt, das enge stilistische Korsett zu sprengen. Bezeichnungen wie Punk, Post-Punk, Dark-Wave oder Gitarrenpop trafen immer nur teilweise zu, denn DIE ART war vor allem eine eigenständige und unverwechselbare Band.
Zwischen 1987 und 1989 produzierte DIE ART vier Tapes, welche reißenden Absatz fanden. Das 1989er Tape "DRY" avancierte zum meistverkauften Underground-Tape der DDR. Mitte 1989 verließ Thomas Stephan die Band. Von 1989 bis 1991 bestand die Band nunmehr aus:
MAKARIOS (VOC)
Chr. HEINEMANN (BASS)
T. GUMPRECHT (GUITAR)
D. SCHOLZ (DRUMS)
Mit den politischen Veränderungen 1989/1990 entfielen auch die Restriktionen gegen DIE ART, so daß die Band fortan kontinuierlich Plattenproduktionen absolvieren konnte. Das 1990er Album "FEAR" vereinte dann auch die Kultsongs ihrer Kassettenjahre.
DIE ART wurde zunehmend selbst zu einer Kultband (ein Zustand, welcher bis in die Gegenwart anhält) und kehrte 1991 zu ihrer Ursprungsformation zurück. Das Line-UP 1991 -1999 war wiederum:
MAKARIOS (VOC)
Chr. HEINEMANN (BASS)
T. GUMPRECHT (GUITAR)
T. STEPHAN (DRUMS)
1999 trennte sich DIE ART von Christoph Heinemann und spielte
im Jahre 2000 in der Besetzung
MAKARIOS (VOC)
T. GUMPRECHT (GUITAR)
T. STEPHAN (DRUMS)
Chr. SCHIERWAGEN (BASS)
ihr letztes Studioalbum ein. Mit
K. HOFFMANN (Bass)
erfolgte im September 2001 ein letzter Wechsel am Bass und im Bandgefüge. Nach ihrer Abschiedstour löste sich die Band am 22.12.2001 auf.

II. Geschichte im Detail (1986)

Um DIE ART gerecht zu beschreiben, muß man ihre Vorgängerband DIE ZUCHT, welche 1984 und 1985 bestand, mit in die Historie einbeziehen. DIE ZUCHT entstand im tristen Februar 1984 in Leipzig und ihr vorrangiges Anliegen war, den allgegenwärtigen Ostrock-Bands zu entkommen, indem man sich die "verpönte" Musik, also Punk-Rock und New Wave selbst machte. Der musikalische Input aus dem Westen floß spärlich und teuer (100,- Ostmark für eine LP waren normal) und richtige Punk- oder New Wave-Bands mußte man 1984 im Osten noch mit der Lupe suchen. Hinzu kam der Reiz, etwas außergewöhnliches zu machen, sich dem bestehenden Kulturbetrieb zu entziehen und ihn möglicherweise zu unterwandern. Die Zeit war reif, der seichten Einheitsmonotonie etwas Aufregendes entgegenzusetzen.
Alle Bandmitglieder waren pure Autodidakten und es wäre auch ein Witz gewesen, sich einer Musikschule anzuvertrauen.
So starteten
THOMAS STEPHAN (DRUMS)
ANDRE FRIEDRICH (GITARRE)
TILO HARTIG (GITARRE)
MAKARIOS (VOCAL) und
JAN HOHMANN (BASS)
DIE ZUCHT und man traf sich nach theoretischer Bandgründung tatsächlich zu einer ersten Probe. Bedauerlicherweise fiel gleich zur ersten Probe Bassist Jan aus, da ihn die Staatsmacht aus dem Verkehr gezogen hatte. Um das Projekt zu retten übernahm Tilo Hartig die Bassgitarre und brachte wenig später einen Keyboarder mit in die Band
HARALD MARTIN (KEY) besaß eine alte Orgel, längst verschlissen wie das gesamte Equipment der Band. Dennoch braute man aus Vorbildern und Vorlieben wie Fehlfarben, Joy Division, DAF (um nur einige zu nennen) eine Art Punk-Rock, die schnell ein Publikum fand und neben den ebenfalls Leipziger Wutanfall nun die städtische Underground-Szene beschallte.
Daß DIE ZUCHT überlebte und später zu DIE ART wurde, ist nicht im geringsten selbstverständlich, da die mit der ersten Probe beginnende Fluktuation anhielt. Zuerst verließ Tilo Hartig nach wenigen Auftritten die Band (heiratete nach England aus), ihm folgte wenig später Harald Martin (Ausreise in den Westen). Ersetzt wurden beide durch
CHRISTOPH HEINEMANN (BASS) und
KONRAD KATSCHINGA (SAXOPHON)
1985 wagte man das Abenteuer "Einstufung", was zur Erklärung einer eigenen Rubrik bedürfte. Die staatliche Kulturkommission, welche diese Einstufung vornahm, stieß sich am Bandnamen und drohte bei Beibehaltung mit der "schwarzen Liste" (wörtlich), was zu Auftrittsverbot und ähnlich bekannten Repressionen führen würde. Gegen Ende des Jahres, der von Tom Stephan erfundene Name DIE ART war als Ersatz schon im Gespräch, kam es erneut zu einem Wechsel, da die Nationale Volksarmee Gitarrist Andre Friedrich schluckte. Mit dem Eintritt von
THOMAS GUMPRECHT (GITARRE)
in die Band, kam auch das Wechseln im Line Up zur Ruhe und der Namenswechsel wurde vollzogen. Somit hieß DIE ZUCHT ab 1986
DIE ART und war durch die vielen Wechsel ja tatsächlich eine neue Band. Das Line Up bestand, nachdem Mitte 1986 der Saxophonist ebenfalls noch wegfiel, nun "endgültig" aus
MAKARIOS (GESANG)
CHRISTOPH HEINEMANN (BASS)
THOMAS STEPHAN (DRUMS)
THOMAS GUMPRECHT (GITARRE)
Es dauerte einige Zeit, bis die neue Band als DIE ZUCHT-Nachfolger erkannt wurde, doch Ende 1986 war dieser Prozeß abgeschlossen.
DIE ART begann, dank Berliner Management, mehr und mehr überregional aufzutreten und gehörte recht rasch zu den bekanntesten der DDR-Underground-Bands. 

III. Geschichte im Detail (1987 - 1989)

Eng verknüpft sich der Aufstieg von DIE ART aus den Kellern der Musikpyramide mit der Existenz des Jugendsenders DT64, einer unverschämt frischen und heute gar undenkbaren Radioanstalt, welche mit der Sendung Pa-Rock-Tikum tatsächlich Wegbereiter der neuen Musik im Osten war.

Irgendwann im Frühjahr 1987 lief das Die Art - Stück "Chrome", der Gerechtigkeihalber muß man sagen, eine Coverversion mit eigenem Text, in der Sendung und löste damit einen gewaltigen Popularitätsschub aus. DIE ART hatte mit
ANDY SEYFFERT (KEY) ein fünftes Bandmitglied bekommen, welches auf dem Tape Would You Mind Us Lookin For? (1987) seine Spuren hinterlassen hat. Die Keyboard-Ehe währte nicht lange (wie auch alle folgenden Beziehungen zu "fünften" Musikern) und schon auf der Ende des Jahres stattfindenden Pa-Rock-Tikum Session II war DIE ART wieder ein Quartett. Diese Session gilt als legendär, obwohl die Band alles andere als einen perfekten Set ablieferte. Das Ergebnis wurde jedoch mehrfach im Radio gesendet und mündete schließlich in die erste offizielle Veröffentlichung der Band mit dem Song "Sie Sagte" auf der ebenfalls legendären Pa-Rock-Tikum-Compilation. Es sollte die einzige VÖ von DIE ART in der Vorwende-DDR bleiben.
Die Tatsache der Unmöglichkeit ein eigenes Album zu produzieren, führte dazu, daß DIE ART das so gut wie unkontrollierbare Medium Kassette nutzte um die eigene Musik zu verbreiten. Besagte Session fand sich konsequenterweise auch als II. Tape der Band wieder, unter dem Namen Just Another Hit. Sowohl von erster, als auch von zweiter Kassette kopierte DIE ART in Hand- Heim- und Schwarzarbeit gut 500 Exemplare, welche auf Konzerten verkauft wurden. Illegal wohlgemerkt, aber genausowenig zu stoppen. Die Konzerthäufigkeit nahm zu, die größe der Konzerte, was die Besucherzahlen anbelangt, ebenfalls.
Höhepunkt dieser Entwicklung war der Auftritt zum letzten FDJ-Pfingsttreffen 1989 vor rund 10.000 rasenden Zuschauern. Umstritten war der Auftritt allemal, doch DIE ART war der Überzeugung, um etwas zu ändern, muß man in die Höhle des Löwen.
Das Jahr 1989 war ohnehin ein Höhepunkt für die Band, gleichzeitig aber auch die erste ernsthafte Krise. Vom Berliner Rundfunk zu Studioaufnahmen eingeladen (10 Jahre später als The Early Broadcast Sessions auf einer 7-Inch veröffentlicht), vom Publikum geliebt, verließ Urgestein und Drummer Tom Stephan die Band und die DDR, um der drohenden Einberufung zu entgehen. Im Spätsommer 1989 ein zutiefst verständlicher Schritt. DIE ART fand nach kurzer Suche glücklicherweise in
DIRK SCHOLZ (DRUMS)
einen Ersatz, der völlig gleichwertig die vakante Position besetzte. Die Bands DIE ANDEREN und WARTBURGS FÜR WALTER, in welchen "Scholle" kurzzeitig parallel spielte, zerbrachen recht rasch (Die Gründe hierfür sind allerdings nicht bei DIE ART zu suchen), was es DIE ART leichter machte,
kontinuierlich weiterzuarbeiten. Die Band war nun zu gleichen Teilen in Leipzig und Berlin ansässig durch den gleichzeitigen Umzug von Christoph.
III.b Dry
Ein herausragendes Ereignis war 1989 das Erscheinen der III. DIE ARTKassette Dry. Das Tape wurde in kürzester Zeit zum meistverkauften Undergroundtape der DDR, ein Rekord, der durch das rasche dahinscheiden des Staates nicht mehr gebrochen werden konnte. Allein 1989 soll DIE ART ca. 1.500 Kopien (selbst)hergestellt und vertrieben haben. Zehn Jahre später erschienen die Originalaufnahmen noch einmal in einer Auflage von ca. 400(offiziell 333) Exemplaren auf CD.

IV. Geschichte im Detail (1990)

Das Jahr 1990 war in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich. Die Veränderungen beim Schallplatten-Monopolisten Amiga führten dazu, daß DIE ART zu ihrer ersten Produktion kam, ohne die noch im Jahr zuvor herrschende Zensur, welche für die Band unannehmbar war. Im Frühjahr 1990 entstand so das Album
Fear, welches im September erschien und bei aller Unerfahrenheit im Umgang
mit Studiotechnik und Produktionsabläufen ein prägendes Album wurde.
Dies gilt gleichermaßen für die Band wie die Fans, faßt doch Fear das Gefühl von Vorwendezeit und direktem Umbruch zusammen. Das was heute als Kult bezeichnet wird, hat zum großen Teil hier seinen Ursprung.
Doch nicht nur die erste Plattenproduktion macht das Jahr 1990 zu einem besonderen. Schon im Januar des Jahres war DIE ART Teil einer Kulturshow, welche Künstler unterschiedlicher Genres, die sich bisher eher im Underground bewegten, nach Paris führte. Höhepunkt war sicher der Empfang im Elysee-Palast beim damaligen französischen Ministerpräsidenten Francoise Mitterand. Ein Ereignis, welches paradoxer nicht sein kann. Fast unmittelbar darauf folgte die erste größere Tour für DIE ART, gemeinsam
mit der U.S. Band Volume Unit. Die im Juni 1990 erschienene Seven-Inch I Love You (Marian)/ Das Schiff gilt als erste eigene Schallplattenveröffentlichung der Band.
DIE ART war 1990 zweifellos schnell und überraschend auf einem Höhepunkt ihrer Bandgeschichte angelangt. Während die übergroße Mehrheit der DDR-Independent-Bands zerbrach, hatte DIE ART das Glück und die Kreativität für eine langjährige Existenz. 

V. Geschichte im Detail (1991-1993) Berliner Jahre

Schon seit 1989 verlagerte sich das Bandleben mehr und mehr nach Berlin.
Die Hälfte der Bandmitglieder wohnte hier, Management bzw. Booking-Agentur, Proberaum, Plattenfirma DSB, alles war in Berlin zu finden. Mit der Rückkehr von
Thomas Stephan (Drums)
kurz vor Produktionsbeginn zum II. Album Gold, und dem Zusammenfinden
weiterer "Exil-Leipziger" in Berlin-Weißensee, entstand dort eine Art Kolonie des Bandumfeldes.
Gold konnte trotz beginnender Ungereimtheiten in der Struktur der Plattenfirma DSB (Vertriebswechsel, Lieferengpässe) an den Erfolg von Fear anknüpfen und war die erste Produktion, bei welcher die Band Songs direkt für ein Album schrieb. Titel wie Heer Litz oder My Colour Is Black wurden Radiohits und waren langjähriger Bestandteil des Konzertprogramms.
1992 veröffentlichte Die Art nur die EP Jane Plays Guitar. Kurzzeitig war mit
Stephan Rebbelmund
ein zweiter Gitarrist im Die Art-Line UP. Gleichzeitig arbeitete die Band am Material für das III. Album. Gift, wie die 1993 im Frühjahr erschienene Produktion dann hieß, führte die Band in die zweite ernsthafte Krise. Das Album war, entgegen aller Erwartungen, sehr popig ausgefallen und ist bis zuletzt die teuerste Produktion der Band geblieben. DSB kämpfte mit der Insolvenz,die Erstauflage blieb auch die einzige, so daß die Radiopräsenz von Black Hearts verpuffte. Zudem herrschte Irritation darüber, daß Die Art live weiter knüppelhart spielte, das Album aber sehr gefällig klang. Gift geriet zum Flop, obwohl die damals herrschenden Meinungen über das Album längst korrigiert sind. Trotz aller Schwierigkeiten feierte Die Art auch in dieser Phase Erfolge, spielte erstmals in Amerika (Austin/Texas) und rettete sich mit Glück und Geschick aus der Misere um das Label DSB hin zu Rough Trade Records/Our Choice, wo die Band für lange Zeit eine Label-Heimat fand.

VI. Geschichte im Detail - (1994 - 1999)

The Rough Trade Years - Teil 1
Mit dem Wechsel zu Rough Trade erfüllte sich ein Musikertraum der frühen Punk-Zeit. Rough Trade war schlicht das Synonym für eine Plattenfirma, bei der man unbedingt sein wollte und, solange die DDR existierte, niemals den Hauch einer Chance hatte, dorthin zu gelangen.
Jetzt, dank der Wende und natürlich dank des zähen Überlebenswillens der Band, schien es völlig normal, daß es so ist, wie es ist. Es begann die längste Phase an Beständigkeit innerhalb der Band, und mit dem Album But, welches 1994 erschien, sorgte Die Art endlich wieder für positives Aufsehen. Vielen Kritikern gilt dieses Album als das beste, ausgewogenste der Band.
Rough Trade bot der Band vorzügliche Lebensbedingungen, einen deutschlandweiten Vertrieb und ein Label, welches den extravaganten Veröffentlichungsideen der Band offenstand. 1995 sorgte eine solche Idee für die endgültige Rehabilitierung der Band. Die Art hatte sich entschlossen, ihre besten deutschsprachigen Songs aus der Zeit vor 1990 auf einem sogenannten Zwischenalbum neu aufzunehmen und zu veröffentlichen. Das Ergebnis ist als Das Schiff wieder in fünfstellige Verkaufszahlen gelangt und bescherte der Band einen neuen Popularitätsschub. Das Extravagante an den Veröffentlichungen äußert sich in ungewöhnlichen Formaten und Details. So gibt es beispielweise von Das Schiff eine CD-EP in brauner Kartonverpackung mit aufgeklebter DDR-Briefmarke sowie eine 10-Inch LP. Beides sind heute gesuchte Raritäten
VI.b Das Schiff
"Das Schiff" wurde 1995 in nur 14 Tagen aufgenommen und abgemischt. Es ist die erste Die Art-CD, die in einem Leipziger Studio entstand

VI. Geschichte im Detail - (1994 - 1999)

The Rough Trade Years - Teil II
Mit dem 1996 erschienenen Album Still legte Die Art ein weiteres, komplett in deutsch getextetes Album vor. Die Tour zum Album, bzw. das Jahr 1996 überhaupt, brachte der Band den höchsten Zuschauerschnitt ihrer Geschichte ein.
Innerhalb der Band krieselte es jedoch erneut, schon die Aufnahmen zu "Still" wurden in getrennten Studiosessions (Berlin und Leipzig) beendet. Stilistisch und inhaltlich ging ein Riß durch die Band, die kreative Arbeit verlagerte sich mehr und mehr in die Hände von Gitarrist Thomas Gumprecht, welcher auch den Texten von Makarios den entsprechenden Rahmen bot. "Still" ist ein sehr lyrisches Album geworden, vor allem von denen heiß geliebt, die ein Faible für Makarios´ Gedichte haben.
Das folgende, experimentelle Album Adnama (1997) fiel dann schon in eine Zeit, da sich ein Wandel bei Rough Trade abzeichnete. Die Fusion mit bzw. der Verkauf an Zomba führten schließlich zum Erlöschen des Labels Our Choice. 1998 nahm Die Art das letzte aus dem Vertrag mit Rough Trade datierende Album auf.
Mellow Versions zeigte die Band von einer bisher unbekannten Seite. Die Art spielte ihre Hits in unplugged-ähnlichen Versionen ein und ging mit Hilfe von
SUSANNE THIELE (CELLO)
auf eine sehr schöne Club-Tournee. Diese konnte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, daß das "innerbetriebliche" Verhältnis entscheidend gestört war, so daß sich die Band kurz darauf von Bassist Christoph Heinemann trennen mußte.
1999 erschien noch die schon erwähnte CD-Auflage der "Dry" in Zusammenarbeit mit Rough Trade, danach erlosch auch hier der Kontakt.
Im Frühjahr 1999 endete somit eine Ära und die Band stand erstmals seit 1990 ohne Plattenvertrag da. Die Suche nach einem neuen Bassisten gestaltete sich außerordentlich schwierig und führte letztendlich zu einem pragmatischen Kompromiß.

VII. Geschichte im Detail (1999 - 2001)

Zwischen Hoffnung und Resignation
Nach dem Ausscheiden von Die Art-Bassist Christoph Heinemann suchte die Band fieberhaft nach einem gleichwertigen Ersatzmann. Die Proben mit diversen Bassisten endeten zumeist unbefriedigend, das Erbe und das doch sehr prägende Baß-Spiel von Christoph stellte ein scheinbar unlösbares Problem dar. Ca. 8 Monate war Die Art praktisch lahm gelegt, eine Situation, mit der keiner gerechnet hatte. Im Sommer 1999 veröffentlichte die Band dann einen Song auf der Rosebud Red - Compilation, einer CD, auf welcher Goethe- und Nietzsche-Texte bearbeitet wurden. Vereinsamt ist der einzige Song, welchen Die Art als Trio einspielte.
Mit dem Eintritt von Bassist
CHRISTIAN SCHIERWAGEN
ergab sich Ende 1999 die Chance, die Krise zu meistern. Die Art arbeitete an neuem Material und stellte dies im Jahre 2000 im Midas Tonstudio zur CD Last zusammen. Die gemeinsame kreative Arbeit gestaltete sich äußerst schwierig, hinzu kamen grundsätzliche Meinungsverschiedenheiten und Probleme im zwischenmenschlichen Bereich, so daß die Tour zur Platte 2000/2001 von einen tiefgreifenden Zerwürfnis überschattet wurde.
Die Band aufzulösen wurde zwar diskutiert, aber ernsthaft glaubte wohl nimand daran, denn Tour und Verkauf der CD Last liefen letztendlich doch zufriedenstellend. So war die Verkündung des Endes der Band durch Makarios doch ein Schock.
Vor allem die Probleme untereinander und insbesondere mit dem Bass-Spiel führten zu dieser Konsequenz. Schon im Frühjahr 2001 gründeten Gitarrist Thomas Gumprecht und Sänger Makarios die Band Wissmut. Die Art hatte also ihr Ende beschlossen, die dazugehörige Abschiedstour wollte man aber keinesfalls mit dem gegenwärtigen Bassisten absolvieren.
So kam es, daß Wissmut-Bassist
CONRAD HOFFMANN
in höchster Not einsprang und die Tour rettete.

VIII. Geschichte im Detail

Dezember 2001 - Abschied mit Tränen
Mit dem Einstieg von Conrad Hoffmann ergab sich eine paradoxe Situation. Die Band harmonierte wieder, doch die Tour sollte die letzte sein. Die Art klang frisch, wie in besten Zeiten und von Konzert zu Konzert spielte die Band besser. Es erschien äußerst unlogisch, eine solch gut funktionierende Band untergehen zu lassen und tatsächlich hatte das Ganze etwas von einem Suizid.
Für einen Großteil des wunderbaren Publikums brach mit dem Aus von Die Art auch eine lange gewachsene Identifikation weg, Tränen flossen ungehemmt und alle verbliebenen Die Art-Mitglieder spürten, daß nun eine ganz besondere Band zu Grabe getragen wird. So kam, was nicht kommen mußte, das letzte Konzert am 22.12.2001 in der Moritzbastei in Leipzig. Schon das Konzert am Vortag an gleicher Stätte war hoffnungslos überfüllt und Die Art hätte wohl bis Silvester weiterspielen können, es wäre immer das gleiche Bild gewesen: Ein proppevoller Saal mit zugleich glücklichem und unglücklichem Publikum. Einerseits das Glück, die Band noch einmal zu erleben, andererseits das Wissen, es ist das letzte Mal. Es war, als ob Trauerfeier und Freudenfest zugleich gefeiert würden, eine Atmosphäre, die selbst gestandenen Männern an die Nieren ging.
Die Art bannte das letzte Konzert auf eine unwahrscheinlich kraftvolle Live-CD, ein Album, welches den Abschied zwar leichter machen sollte, aber genausoviel Unverständnis hinterläßt, warum eine solche, im vollen Saft stehende Band an sich selbst zerbrechen mußte.
LastLiveSequences - Das letzte Album
Das letzte Album von Die Art.
"Ich hätte nicht gedacht, daß mich das Ende von Die Art derart fertig macht. Es war eine Katastrophe, die ich nicht noch einmal erleben möchte. Ich werde nie wieder ein Abschiedskonzert geben". (Makarios 2004)
 
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2007 - Die Geschichte geht weiter!

Losgefahren wird im Chemnitzer Südbahnhof und im selben Abteil sitzen die Fliehenden Stürme!
Seitdem besteht die Band aus:
 
MAKARIOS (VOC)
T. GUMPRECHT (GUITAR)
C. HOFFMANN (BASS)
S. LÖBERT (DRUMS)

We are waiting for a new one!

Wissmut denkt offensichtlich in sehr konkreter Form darüber nach, im Frühjahr 2007 mit einem neuen Album in den Brachialpophimmel zu starten. Behaupten wir einfach mal!Denn offiziell will keiner der Protagonisten wirklich etwas dazu sagen. Wir Upartige glauben jedoch: Die Platte wird eher punkig als düster und eher groovig als getragen. Tja, die Spannung steigt. Hierzu dann sicher auch in Kürze mehr.Tipp: Wer Wissmut demnächst erleben will: Gößnitz, 5. August 2006 , Open Air.

BI4

Vier neue WISSMUT-Songs + 4 Songs BI = BI4 Vinyl.
HAMMER! Mit krassem Artwork.

WISSMUT: Das erste Album: BI

Es gibt nicht wenige, die behaupten, "Bi" wäre das beste Die Art-Album seit 10 Jahren. Doch täuscht euch nicht, es ist das erste Wissmut-Album in voller Länge. 13 Songs, über 55:00 Minuten Spieldauer, treibende Beats und verzweifelt schöne Gitarren bilden den Soundtrack zu den zumeist aus Makarios´ Feder stammenden Lyrics.

Coverkult: Cured by Wissmut!

Coole Coverversionen gab es bei Die Art, cool covern kann auch Wissmut. Zur I. Cure-Cover-Night im Januar 2004 in Leipzigs Wohnzimmerclub Ilses Erika entstanden einige Wissmut-Versionen, 4 Songs davon enthält diese spezielle CD-EP.

Die erste EP CD gibts auch als Vinyl: Sonne und Mond

Die erste WISSMUT-Veröffentlichung.Je einmal als CD-EP mit vier Songs und einmal als Vinyl-LP mit acht Songs.

Göttliche Halbgötter Best Of

Das 5. Album der Russian Doctors ist gespickt mit rasanten Hits und neuem, frappierendem Material. "Pferdelunge", "Schlips Aus Lurch" und "Auf dem Kannapee ein Girl" sind neue kleine Sahnetörtchen für die Fans der Doctors, während die Prumskibeatversion von "Auch die Ratte hat ein Herz" und "Der Rotarmist" der Gastcombo Die Pest fette Schinken abgeben. Mit dem Schinken nach der Wurst werfen, könnte man angesichts von 19 Songs voll praller Absonderlichkeit sagen. Pratajev-Texte vom Feinsten, eben The Best Of The Halbgötters. Hervorragend produziert, ist diese Scheibe ein richtiger Ohrenschmauß geworden.

Haus aus Stein

Die zweite Ausgabe des Journals der Pratajevgesellschaft, gefüllt mit Beiträgen aus der Feldforschung, überraschenden Zeitbezügen und - für alle Pratajev-Verehrer wohl das sehnsüchtig erwartete Bonbon - mit dem kompletten Pratajev - Gedichtband "Lila Nina". 104 Seiten im praktischen Format des Erfolgsliederbuches der Russian Doctors passen in jede Jackentasche und versüßen auch die langweiligste Familienfeier. Pratajev to go aus dem Verlag Andreas Reiffer in Meine.

Tote Katzen im Wind

Es kracht gewaltig in Pratajevs Gebälk Tote Katzen in Rock´n´roll-Manier und auch sonst haben die Doctors auf ihrem 4. Album so manchen Beat versteckt. Tierlieder und Sauflieder und ganz versteckt ein OriginalPratajev-Song von 1960 ...

TRD - Makarios & Pichelstein

The Russian Doctors fanden im Februar 2003 durch schicksalhafte Verknüpfungen zusammen. Schon nach zwei Wochen gemeinsamer Arbeit bestand ihr Repertoire aus gut 20 Titeln, was einerseits Pichelsteins genialer Komponiergeschwindigkeit, anderer- seits dem unerschöpflichen Lyrikfundus an Pratajev-Texten zu danken ist. Zeugnis dieser fruchtbaren vierzehn Tage sind die Sammlungen "Heimatlieder für Heimatlose" I und II, wobei Teil I zunächst nur als Demo vorlag, Teil II auf der CD "Rundblick vom Turm" verewigt wurde. Zunächst unter ihren Namen Makarios und Pichelstein gestartet, nannten sich die Künstler für einen Auftritt im Sommer 2003 The Russian Doctors, um in cognito zu bleiben. Der Name setzte sich jedoch durch und wird seit Beginn des Jahres 2004 auch offiziell benutzt. Fast Gleichzeitig erschien die Sammlung "Auch die Ratte hat ein Herz", welche zum größten Teil die Songs der Heimatlieder I. beinhaltet. The Russian Doctors haben im Handumdrehen ein großes Publikum erobert und ihre Konzerte enden nicht selten erst dann, wenn sämtliche, nunmehr über 40 "Heimatlieder" abgesungen wurden. Trotz bisweilen rasanter Geschwindigkeit der Songs knacken die Doktoren regelmäßig die 100-Minuten-Marke. Schwarzer Humor und akkustische Gitarrengewitter lassen auf viele weitere Doktorspiele hoffen ...

The Definition

Record Release Show:

08.Oktober 2010 / WERK II, Leipzig

Aftershow: DJ Olliver v. d. Kant (Freezone)

Vor viereinhalb Jahren machte sich mit ZIN eine Leipziger Band auf den Weg, die ihr Publikum mit einem tanzbaren Mix aus Groove, Elektro und Indie begeistern.
Live spielten ZIN 2006 gleich als Leipziger Support von Phillip Boa and the Voodooclub und 2007 zusammen mit Polarkreis 18 auf der Radio Sputnik Festivalbühne - von den MDR Sputnik Radiohörern wurden sie in dieser Zeit zur Band des Monats gewählt. Im Jahr 2008 haben ZIN beim Radio Fritz (RBB) Soccer Event den Soundteppich verlegt. Im selben Jahr wurde das erste Musikvideo der Band „No Fakes & Fears“ zum Musikvideo der Woche auf Myspace gewählt. 2009 begeisterten die Leipziger vor einigen tausend Zuhörern auf der Parkbühne beim Wave Gotik Treffen.  2010 schließlich konnten ZIN souverän den Amphi New Talents Wettbewerb gewinnen. Sie erspielten damit nicht nur einen ansehnlichen Spendenbeitrag für den Verein Dunkelziffer e. V. sondern darüber hinaus für sich das Erlebnis, das Amphi Festival 2010 in Köln auf der Hauptbühne eröffnen zu können.
Live sind ZIN eine Klasse für sich! Mit hundertfünfzigprozentigem Einsatz fackeln sie nicht lange und feuern eine wuchtig-performante Show über die Rampe - oft von coolen Visuals begleitet. Atempausen sind selten - „straight ahead“ ist die Devise!
Obwohl ZIN als Band auf eine noch kurze Vergangenheit zurückblicken, haben sie musikalisch bereits richtig für Furore gesorgt und legen im Oktober 2010 mit ihrem zweiten Album „The Definition“ kräftig nach!

ZIN - Typen

Iven Cole - vocal / Vincent Oley - guitar / Mika - drums / Markus Estbourg - synth
Der charismatische Sänger Iven Cole ist nicht nur verantwortlich für alle Songtexte sondern bildet zusammen mit dem Soundtüftler Markus Estbourg das congeniale Komponistenduo der Band ZIN.  Markus Estbourg sorgte schon mit seinem Vorgänger-Elektro-Projekt LOOM für volle Hallen und fand mit ZIN zu seiner eigentlichen Bestimmung.  Als Ingenieur mit einem natürlichen Hang zur Technik teilt er seine Lebenswelt gern mit allerlei Sequenzern und Synthesizern. Vincent Oley ist der Indiepurist an der Gitarre. Wenn Cole und Estbourg ihre gewaltigen Soundgebäude aus dem Boden stampfen, verschönert Oley mit seiner Gretsch den Hausgarten. Seine Helden heißen JOY DIVISION und THE CURE. Bis 2005 war er Frontmann der Indieband LIZARD POOL. Hinter den Drums agiert Mika als pedantischer Antihedonist. Hat das Konzert einmal begonnen stoppt diese Maschine niemand mehr! Vor ZIN war er als Schlagzeuger ebenfalls in der Indieband LIZARD POOL beheimatet.

ZIN - The Definition

Nach fast drei Jahren reicht die Band um Iven Cole jetzt endlich ihr zweites Album rüber!
In der Rückbetrachtung ist klar: das 2007er Debutalbum „Tourists To This World“ hat bereits kräftig polarisiert.
Was die Einen eine „Sensation“ nannten, war für die Anderen „glatt“ und „hitlastig“. Gut so!
Mit „The Definition“ erscheint nun im Herbst ein Album, was wir gern als Meilenstein bezeichnen. Ein Parforceritt durch epochale Klang- und Textwelten! Tanzbar, schräg, ironisch, zynisch, traurig, erlösend! Wo das Debutalbum einem Brennglas gleich die Energie fokusierte und Atempausen selten waren, bietet „The Definition“ sehr facettenreiche Spektren. Das Prisma reicht von MUSE bis PLACEBO und von VELVET UNDERGROUND bis RAVEL. Organisch gereift, demonstrieren ZIN mit diesem Album eine musikalische Bandbreite der Sonderklasse und so segeln sie vom Stasiknast in Hohenschönhausen durch eine postheroische Konsumgesellschaft hindurch in die Mondnacht.
Nicht zuletzt wird auch das Albumcover für Aufmerksamkeit sorgen, denn als Freund der Band hat es sich der international bekannte Maler
NEO RAUCH nicht nehmen lassen, das Cover für „The Definition“ zu gestalten.
Inhalt abgleichen

Die Art

Samstag, 11. März 2017

Leipzig

Bandhaus
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Samstag, 1. April 2017

Eschenbach im Vogtland

Kunsthaus Eigenregie
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Freitag, 7. April 2017

Lichtentanne

St.Barbara Kirche
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Samstag, 8. April 2017

Weimar

Projekt1
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Freitag, 21. April 2017

Dresden

Club Puschkin
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Samstag, 22. April 2017

Lugau

Landei
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Mittwoch, 7. Juni 2017

Suhl

Gambrinus
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The Russian Doctors

Freitag, 24. Februar 2017

Dresden/ Weixdorf

HO Gaststätte Waldbad
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Samstag, 25. Februar 2017

Wittenberg

Irish Harp Pub
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Sonntag, 26. Februar 2017

Berlin

Volksbühne/ Roter Salon
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Freitag, 3. März 2017

Rostock

Galerie Auriga
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Sonntag, 26. März 2017

Leipzig/ Gaschwitz

Reuters Radlerhof/ Frühschoppen
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Samstag, 17. Juni 2017

Leipzig

Frau Krause/ Open Air
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Samstag, 24. Juni 2017

Dresden

Alte Feuerwache/ Elbhangfest
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Sonntag, 25. Juni 2017

Dresden

Grottenwirtschaft/ Elbhangfest
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Samstag, 5. August 2017

Pirna

Hofnacht
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Samstag, 26. August 2017

Leipzig/ Gaschwitz

Reuters Radlerhof/ Pratajev Sommerfest
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